Frantoio Mazzarrini

Wo wir sind

WO SIND WIR

dove siamo Der Besucher des Frantoio Mazzarrini muss sich im klaren sein, dass wir sehr stolz auf diese Region sind , die, zu Unnrecht, noch vielen unbekannt ist: das Chiana Tal. Schade, weil sie haette noch viele “Nischen” zu bieten. Trotz dass es Tal heisst, ist seine Flaesche ziemlich gewellt. Und sehr klein ist die Valdichiana auch nicht, wie man zuerst vermuten koennte. Wenn man die Valdichiana historisch, oekonomisch, namenskundig, landwirtschaftlich, gesellschaftlich, geologisch, zootechnisch, hydrogeologisch, etc..., definieren will, dann deckt sie, von Norden nach Sueden, Abschnitte des Arno bei Arezzo, bis zum Tiber, nahe bei Orvieto, eingeschlossen den ganzen Trasimeno See. Von Osten nach Westen umarmt es Appennin und den “lehmigen”Streifen des Chianti Gebirge, die vulkanischen Volsini Berge, wo der Tiber einen Knick macht. Somit teilt sich das Chianatal zwischen zwei Regionen (Toscana und Udarueber mbrien) und vier Staedten (Siena, Perugia, Arezzo und Terni). In dieser weiten Flaeche stoesst man auf praehistorischen Meeresspuren. In Farneta, ein Doerfchen hier in der Naehe, ist das komplette Skelett eines Mammuts gefunden worden. Das Chianatal war ein salziges Sumpfgebiet. Etrusker und die sieben Koenige Roms durchfuhren es mit ihren Schffen und gruendeten Doerfer drum herum, wie Cortona, Chiusi, Arezzo, etc..., und verehrten dort ihre Goetter, weil dieses Gebiet war das Ur-habitat des Chiana Rindes ist, auch “Riese der Rasse” genannt, ein aeusserst sanftes Tier, trotz der titanischen Kraft, enorm und harmonisch zugleich, mit seinem weissen Fell und Schiefer farbenem Fell, mit Ausnahme der Nase, Maul, Augen, Hufen, Hornspitzen und Schwanz. Nach einer durch den Roemern teilweise gelungenen Trockenlegung, wurde die Region wieder ein trauriges, trostloses, von der Malaria geplagtes Sumpfgebiet, wie der Dichter Dante Alighieri in seinem Werk darueber schrieb. Spaeter wurden die Arbeiten fuer die Trockenlegung von Kirche und Landesherren wieder aufgenommen. Zeugnisse davon sind Namen von Doerfern wie “Porto”, “Nave”, “Albergo”, etc... . Aber es ging sehr langsam voran. Auch Leonardo da Vinci befasste sich mit diesem Problem. Aber es geschah nichts, wahrscheinlich wegen des hohen finanziellen Aufwands des Projekts.
Wie auch immer, die Trockenlegung setzte sich fort und auch die Doerfer wurden immer mehr. Dann kam Vittorio Fossombroni, der Dank seines enormen Wissens ueber Landwirtschaft, Hydraulik, Ingegneurwesen, Architektur, Finanzwesen, eine ganze Reihe von Graeben, Kanaele und Daemme errichten liess, was zu der vollstaendigen Trockenlegung und Besiedlung der Valdichiana fuehrte. Leider gehen heute diese Zeugnisse der vergangenen Anstrengungen, die ganze Familien und Natur aus der Misere erloesten, im Namen eines zynischen Umweltschutzes, verloren. In diesem Kontext gehoert Rigomagno, ein kleines Doerfchen, das man in einer halben Stunde ganz durchgegangen ist. Aber fuer die Liebhaber der kurzen Autofahrten, ist Rigomagno die Hauptstadt Zentralitaliens.

dove siamo Weil von hier aus braucht man zweieinhalbstunden um Bologna zu erreichen, oder Rom, oder Pisa, oder Rimini. Also man hat ein idealesAktionsradius. Aber das ist nicht Alles! Rigomagno ist empfehlenswert fuer Entspannungsuchende. Sie koennen im Wald wandern, oder Radfahren, oder Motorrad fahren. Wegen nur ein paar tausend Meter, gehoert Rigomagno nicht zur Gemeinde des schoenen Rapolano Terme und auch nicht zum mittelalterlichen Lucignano. Rigomagno ist Teil der Gemeinde von Sinalunga, die sich ruehmt sieben Glockentuerme einzuschliessen: Sinalunga; Pievedi di Sinalunga; Bettolle; Guazzino; Scrofiano; Rigomagno; Farnetella. Oft ergibt diese Glockenturmrivalitaet lebhafte Auseinandersetzungen. Aber das beeintraechtigt nicht das Wohlbefinden unserer Besucher. Obwohl es kleine Doerfer sind, jedes von ihnen verdient es, besucht zu werden. Die Gemeinde Sinalunga gehoert zu der Provinzstadt Siena. Und der Besucher ist oft unentschlossen, ob er jedes einzelne Doerfchen besichtigen soll, oder ziellos herumfahren und die atemberaubende, vielfaeltigen Landschaft bewundern. Siena ist wichtiger Bestandteil der Toscana, die Region, die am besten die Vielfaeltigkeit Italiens darstellt. Im Herzen des damaligen Etruriens, hier wurden die sieben Koenige von Rom geboren. Sie war, und ist immer noch, reich an Bodenschaetzen, Land- und Forstwirtschaft, hatte florierende Haefen, und Gewerbe. Dieses Reichtum fuehrte, im Laufe der Jahren, zu einem strittigen Zusammenleben von Herrschaft (Florenz); eine Freistadt und Seerepublik (Pisa); eine oligarchische Republik von Junkern (Siena); einen Zusammenschluss von kleinem Adel (Arezzo); ein Herzogtum (Verwandte der Este Familie) in Lucca. Vieles ist erhalten, aber Vieles ist auch verloren gegangen. Weil der eine dem anderen ueberlegen sein wollte. Waere es nicht besser gewesen, ein friedliches Zusammenleben zu fuehren? Wie auch immer: Das Land um Florenz ist von der Schoenheit des Rinascimento gepraegt; das um Pisa vom Meer; das um Siena von der Heiligen Mutter Kirche; um Arezzo ist der militaerische Einfluss zu spueren; das Gebiet um Lucca ist von den Bergen gepraegt. Also, beschraenken Sie sich nicht, nur solche Staedte zu besuchen, sondern gehen Sie neugierig weiter und lassen Sie sich ueberraschen. Das gilt nicht nur fuer die Toscana, sondern fuer alle Regionen Italiens. “Vereint in der Verschiedenheit”: dieser Spruch passt genau zu Italien. Denn Italien ist sehr Vielfaeltig: in der Landschaft, Geschichte, Gastronomie, Architektur, Musik, Literatur, Volkskunde, etc... . Das wusste sehr gut der Dichter und Patriot Mameli, als er unsere Hymne schrieb: “vereint, bei Gott! So koennen wir es schaffen!”. Anders als der ruhigere Giuseppe Verdi, der die Italiener von jenen Jahren mit den Juden verglich, und “va’ pensiero” verfasste, das in der Oper “Nabucco” zu finden ist. Wenn wir in groessen Zuegen unsere Geschichte betrachten, stellen wir fest, das Italien nur in der Roemerzeit erfolgreich war, weil die Roemer auf Einheit und gegenseitigem Gedeihen setzten. Danach war Italien nur ein schoenes Land, gepraegt von einer stolzen Glockenturmrivalitaet, die langsam von Individualismus und Gleichgueltigkeit ersetzt wird. Also, beeilen Sie sich und besuchen Italiens kleine und grosse Sehenswuerdigkeiten. Es lohnt sich!